Mayer & Cie. auf der Febratex: Positive Stimmung mit einer Prise Abwarten

„Durchaus positiv“ sieht Horst Maier die Febratex, die vom 21. bis 24. August 2018 im brasilianischen Blumenau stattfand. Maier, erfahrener Mayer & Cie.-Vertriebsbereichsleiter für Lateinamerika, erklärt seine Einschätzung: „Als wir vor zwei Jahren auf der Febratex ausstellten, sah alles nach einer wirtschaftlichen Erholung aus und wir konnten ab Mitte 2016 tatsächlich eine steigende Nachfrage nach Rundstrickmaschinen verzeichnen. Dieser positive Trend brach Anfang dieses Jahres vorerst ein.“ Als zentralen Grund für die aktuelle Zurückhaltung identifiziert der Vertriebsbereichsleiter die Präsidentschaftswahlen, die im Oktober anstehen. Allerdings, so Maier, „stimmt die hohe Besucherfrequenz während der diesjährigen Messe schon heute positiv.“ Sie lag nach Angaben der Veranstalter deutlich höher als die der Messe im Jahr 2016. Der Großteil der Besucher kam dabei aus dem Inland, vor allem aus dem Bundesland Santa Catarina, wo viele Rundstrickereien zuhause sind.

Am Stand der brasilianischen Vertretung MBR präsentierte Mayer & Cie. zwei Maschinen. Die Relanit 3. 2 HS trat dabei in der Rolle des Publikumslieblings auf, denn einfonturige, mechanische Rundstrickmaschinen, die große Volumina produzieren, sind in Brasilien schon länger gefragt. Die ausgestellte Hochleistungsmaschine passte da prima ins Bild. Sie strickt alle Single-Jersey-Bindungen und wurde in Blumenau mit 38 Zoll Durchmesser und der Feinheit E 28 präsentiert. Als Mitglied der Relanit-Familie besticht sie außerdem durch einen hohen Nutzeffekt, hohe Zuverlässigkeit auch bei anspruchsvollen Garnen und hohe Energieeffizienz.

Im Zentrum des Interesses stand allerdings die OVJA 1.6 EE, denn die Elektronikmaschine war für das Stricken von Schuhoberstoffen ausgestattet. Horst Maier: „Rundgestrickte Schuhoberstoffe sind in Brasilien, ebenso wie eigentlich weltweit, ein Trendthema. Zu unserer OVJA 1.6 EE durften wir daher reichlich Fragen potentieller Kunden beantworten.“ Die OVJA 1.6 EE arbeitet mit elektronischer Einzelnadelauswahl im Zylinder und der Rippscheibe und bietet eine außergewöhnliche Mustervielfalt. Auch Abstandsgestrick lässt sich auf dieser Maschine herstellen. Gegenüber verschiedenen alternativen Herstellungsmethoden hat das Rundstricken von Schuhoberstoffen verschiedene Vorteile: Die Rüstzeiten sind kürzer, der Garneinsatz fällt auch bei mehrfarbigen Abstandsgestrick geringer aus, und die Produktionsleistung ist um ein Vielfaches höher.

Abgerundet wurde der Mayer & Cie.-Messeauftritt mit einem spinitsystems-Funktionsmodell. Anhand dessen demonstrierte das Team die Funktionsweise der Spinnstrickmaschine Spinit 3.0 E. „Brasilien ist ein bedeutendes Baumwollanbauland mit hochentwickelter Textilindustrie. Auf der Abnehmerseite steht ein starker Binnenmarkt; dies alles sind wichtige Aspekte, um unsere Spinnstricktechnologie für brasilianische Kunden interessant zu machen“, so der spinitsystems Verantwortliche Michael A. Tuschak. Dass in Brasilien weiterhin reichlich Absatzchancen für Mayer & Cie. bestehen, davon ist auch Kollege Horst Maier überzeugt: „Die Febratex wird eine der wichtigsten Fachmessen für Mayer & Cie. bleiben, nicht zuletzt wegen des großen Potenzials des brasilianischen Rundstrickmaschinenmarktes.“

Das Messeteam von Mayer & Cie. und MBR auf der Febratex vor der OVJA 1.6 EE.

Das Messeteam von Mayer & Cie. und MBR auf der Febratex vor der OVJA 1.6 EE.

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