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Mayer & Cie erwartet ein erfolgreiches Jahr 2002 im Stammgeschäft.
1850 Rundstrickmaschinen sollen ausgeliefert werden. Die IT-Tochter STP in Sindelfingen mußte wegen drastischen, anhaltenden Auftragsmangels Insolvenz anmelden.

Die in 3. Generation im Familienbesitz gehaltene Unternehmensgruppe Mayer & Cie. berichtet von einer Marktbelebung in ihrem Stammgeschäft Rundstrickmaschinen. Der Gruppenumsatz 2001 mit Rundstrickmaschinen, Leiterplatten, Spezialmaschinen, Messmitteln, Automobil- und Stanzteilen betrug 310 mio EUR, weltweit werden 2400 Mitarbeiter beschäftigt.

Von dem Weltmarktrückgang bei Rundstrickmaschinen von 30% in 2001 war Mayer & Cie mit nur 14% betroffen. Aufgrund der starken Belebung seit Anfang März wird dieses Jahr hier mit einem Wachstum von über 10% auf 145 mio EUR gerechnet, in der Gruppe mit Rundstrickmaschinen 170 mio EUR. Es werden 6,5 mio EUR investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit und damit den Weltmarktanteil weiter zu erhöhen.

In den Geschäftsbereichen Spezialmaschinen (Ultraschallschweißen und Drahtflechten), Messmittel, Automobil- und Stanzteile wurden insgesamt 85 mio EUR umgesetzt, in 2002 wird von einer leichten Steigerung ausgegangen. Investiert werden in diesen Bereichen wie 2001 wiederum 7,5 mio EUR. Die Bilanzstrukturen der Gruppenunternehmen können dem strengen Rating von Basel II standhalten.

Einziges Sorgenkind ist die IT-Tochter STP, die im Dezember 1995 als Betriebsstätte der IBM Deutschland übernommen wurde. Nach 4 schwierigen Jahren der Umstrukturierung und Neuausrichtung wurde in 2000 ein Umsatz mit hoher Rendite erzielt. Dies konnte erreicht werden durch Konzentration der Geschäftsfelder auf höherwertige Leiterplattentechnologie mit bis zu 32 Lagen, hohe Investitionen und einer engen Beziehung zu zwei Volumenkunden. Seit dem dramatischen Einbruch der Aufträge im Februar 2001 muss massiv kurzgearbeitet werden, die Belegschaft wurde um 30% auf 600 Mitarbeiter in Sindelfingen und 200 in Albstadt reduziert, die in 2000 erarbeiteten Reserven wurden aufgebraucht. Die aufgrund der Volatilität und Investitionsintensität des Marktes aufgenommenen intensiven Verhandlungen mit strategischen Investoren führten wegen der Krise in der IT-Branche zu keinem Erfolg. Das Unternehmen musste deshalb und mangels positiver Fortführungsaussichten Insolvenz anmelden.


[ 13. 06. 2002 ]


 
 
 
 
 
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