Auf dem Gemeinschaftsstand stellten neben Mayer & Cie. – weltweit führender Hersteller von Rundstrickmaschinen – auch weitere Unternehmen der Mayer & Cie. Gruppe aus. Damit wurde eine umfassendes Kompetenzzentrum “Rundstrick“ geschaffen, das die Bereiche Single- und Double Jersey sowie Fully Fashion (Mayer & Cie.), High-Pile (Mayer Industries), Strümpfe und Seamless-Body-Size (MERZ) abgedeckt. Hinzu kam mit Rüster ein führender Hersteller von Platinen, dessen High-Tech-Produkte ebenfalls auf großes Interesse stießen.
Generell ist man bei Mayer & Cie. mit dem Verlauf der ITMA sehr zufrieden. Wenn man auch den Eindruck hatte, dass deutlich weniger Fachbesucher den Weg nach Birmingham fanden als vor vier Jahren nach Paris, konnte man bei Mayer & Cie. annähernd die gleich hohe Besucherzahl vermerken wie vor 4 Jahren. Das lag sicher an der Vielzahl von technischen Neuheiten, die sehr deutlich den Weg in die Zukunft aufzeigten. Bei der jüngsten Tochtergesellschaft MERZ Maschinenfabrik stand vor allem die neue Body-Size Maschine im Blickpunkt, die eine sehr klare Mayer & Cie. Handschrift nicht verleugnen konnte.
Bei Mayer & Cie. stand die ITMA 2003 unter dem Motto “Ihre Zukunft in Strick“. Schon der optische Ein-druck des Messestandes, dominant in Glas und Metall gehalten, signalisierte “Zukunft“. Und die fand der Besucher dann auch auf dem “Computerleitstand“ wie in der “Maschinenhalle“.
Über den Leitstand konnte man nicht nur interessante und aktuelle Informationen über die Exponatmaschinen abrufen – über eine Online-Verbindung zu der Strickerei “Delta“ in Ägypten konnte “MDA“ – die Abkürzung für “Machine-Data-Acquisition“ ein-drucksvoll und praxisnah dargestellt werden. Dabei zeigte sich, dass die hier von Mayer & Cie. ange-botene Software wohl neue Maßstäbe im Vergleich zu bekannter Software von Factory Monotoring Systems setzt.
Über alle Exponate verteilte sich das Thema MCTmatic, eine Automatisierungsmöglichkeit, die durch den Wegfall des Qualitätsrades, die zuver-lässige und auftragsspezifische Garnversorgung, die Reproduzierbarkeit jedes Auftrags und vor allem die damit vorhandene entscheidende Reduzierung von Einstellungsfehlern, und in der Folge Garnkosten überzeugte.
MCTmatic-Komponenten waren bei allen Exponaten vertreten, die MV 4-3.2 II wurde in voller MCTmatic Ausstattung gezeigt.
In der Interessensskala vorn war die ausgestellte
FS 2.0. Sie ist die erste Rippmaschine überhaupt, die wieder selbst anstrickt und so das lästiges Aufsacken in die Vergangenheit verbannt. Erreicht wird dieses “Wunder“ – so hatten es viele Messe-besucher empfunden – durch das platinen-unterstützte Halten der Masche in Position.
Im Besucherinteresse folgte die MV 4-3.2 II dicht auf. Mit der MCTmatic Komplettausstattung wurde das Konzept zu 1. automatischen Maschineneinstellung, 2. Service-Diagnostik und 3. Lagermanagement und Qualitätsüberwachung überzeugend demonstriert. Die Automatisierung vereinfacht die Bedienung und die Software kontrolliert die Technologie – durch die damit erreichbaren Produktivitätsvorteile amortisieren sich die etwas höheren Investitionen in kürzester Zeit.
Ein Renner war erwartungsgemäß die Relanit 4.0 – wollte doch jeder die derzeit leistungsstärkste Single-Rundstrickmaschine der Welt auch im Einsatz beurteilen: Keine Frage – hier werden gewaltige Rationalisierungsreserven eröffnet.
Jacquard-Plüsch mit elektronisch gesteuerter Platinen- und Nadelauswahl – Mayer & Cie. zeigte mit der MPU 0.8 EE die erste Rundstrickmaschine für Plüsch mit Doppelelektronik.
Und gleich noch eine Plüschneuheit mit der MPU 1.4 DE: Jacquard Doppelplüsch mit elektronisch gesteuerter Platinenauswahl für Plüsch auf beiden Seiten.
Ein weiteres Highlight – Fully Fashion rundge-strickt. Die OVJA 1.1 TTRB zeigte auf, was heute tatsächlich eine Rundstrickmaschine möglich machen kann. Vollelektronischer 3-Wege-Jacquard mit elektronischer Einzelnadelauswahl in Ripp- und Zylinderschloss, kombiniert mit Ringel, Transfer und Rand. Diese Maschine bietet nicht nur eine einzig-artige Modevielfalt sondern auch einen festen Anfang für abgepasste Teile mit unterschiedlichen Bund-strukturen. Die OVJA 1.1 TTRB war mehr als ein Hingucker. Die Besucher waren sich einig – hier hat die Zukunft längst begonnen.
Ebenfalls ein Schritt in die Zukunft: Haken- statt Zungennadeln. Was in der Branche noch diskutiert wurde, konnte bei Mayer & Cie. bereits in der Praxis beurteilt werden.
Die MV 3-3.2 H produzierte beste Qualität in Menge – mit neuentwickelten Hakennadeln für die Maschen-bildung. Die Vorteile: Kein Zungenverschleiß, weniger nadelbedingte Störungen, reduzierte Nadelkosten.
Wo der Besucher auch hinschaute – die Zukunft in Strick wurde auf dem Mayer & Cie. Messestand zur Gegenwart. So auch beim Thema “Technische Gestricke“. Die gezeigte Relanit 0.8 verarbeitet
Metallgarne genauso, wie Garne aus Karbon, PES oder Glasfaser – auch in Verbindung mit Baumwolle. Hier lag die Zukunft zum Greifen in der Luft – eröffnen sich doch für die Rundstrickerei völlig neue Märkte.
Zurück zur textilen Mode – mit der OV 3.2 QC war die erfolgreichste Overnit aller Zeiten auch mit im Exponatprogramm von Mayer & Cie. Zum einen, weil sie aufgrund ihrer Leistung, Flexibilität und Zuverlässigkeit noch eine große Zukunft haben wird. Zum anderen, weil sie in Birmingham mit einem neuen, kleinen Entdoubliergestell gezeigt wurde. Der Platzbedarf wird durch die Schiebetüren zusätzlich reduziert, die Bedienerfreundlichkeit nochmals gesteigert.
Aus Platzgründen dennoch nicht mit in Birmingham – die neue Relanit 2.4 – eine besonders wirtschaftliche Alternative mit 3-Wege-Technik ohne zusätzliche Schlossteile und kurze Umstellzeiten.
Diese einzigartige Präsentation beispielhafter Kompetenz zum Thema “Rundstricken“ hatte sich schnell auf der Messe herumgesprochen und so war der Mayer & Cie. Messestand stets sehr stark frequentiert. Auch das Fazit des geschäftsführenden Gesellschafters Rainer Mayer, der während der gesamten Messe in Birmingham am Stand war, ist entsprechend positiv: “Wir schauen optimistisch auf das Jahr 2004!“